Das Web@SPS ist grundsätzlich als freiprogrammierbare Steuerung (SPS) zu sehen, mit der Besonderheit, dass dieses Gerät auf Basis eines PCs mit einem 80186 Prozessor aufgebaut ist.
Es wurde konzipiert um Steuerungsaufgaben auf einfache Art zu lösen.
4 analoge Eingange (0-10V, 0/4-20mA, PT100), 4 analoge Ausgänge (0-10V, 0/4-20mA),
8 digitale Eingänge sowie 8 digitale Ausgänge (Relais 6A) sind verfügbar.
Die Programmierung erfolgt ähnlich der üblichen SPS Programmerstellung in Anweisungsliste (AWL). Der Einfachheit halber wird der Programmcode in eine Textdatei mit einem Editor geschrieben.
Damit ist der Kauf und die Pflege einer teuren Programmiersoftware hinfällig.
Mit einem Ethernet-Anschluss lässt sich das Web@SPS (10BaseT – RJ45) zur PC-Welt verbinden.
Über zwei serielle Schnittstellen kann ein Terminal oder Modem- / ISDN- / GSM- / GPRS-Adapter und ein MPI-Adapter (Connector) Anschluss finden.
Besonders interessant ist auch, die Möglichkeit für den Einsatz als Störmeldesystem, bei der für jeden digitalen Eingang oder analogen Grenzwert eine eigens verfasste E-Mail versendet werden kann, zusätzlich unterschieden auf Art der Störmeldung an verschiedene Empfänger.
Für das Web@SPS sprechen wesentliche Vorteile:
Verbinden Sie die Automatisierungswelt mit der PC Welt
Stellen Sie Ihre Steuerungs-Visualisierungen auf das Intranet / Internet ein
Steuern und Regeln Sie Ihre Maschinen und Anlagen unabhängig vom Betriebssystem (z.B. MS Windows, IBM OS2, Linux, Unix, Apple Macintosh, DOS, BeOS, u.s.w.)
Lassen Sie sich die Störungen an Ihren Anlagen / Maschinen per E-Mail zukommen (mit detaillierter Fehlerbeschreibung)
Fragen Sie Ihre Produktionsdaten über das Intranet / Internet ab
Greifen Sie über das LAN mittels Desktop-PC, Notebook, PDA (Portable Digital Assistent) bzw. Handheld (z.B. Palm) u.s.w. auf Ihre Anlage(n) zu
Liefern Sie Maschinen ins Ausland? Dann könnte es für Ihren Servicetechniker interessant sein, zu wissen was an der Maschine defekt ist, bevor er sich auf den Weg zu Ihrem Kunden macht. Lassen Sie sich doch eine E-Mail von Ihrer Maschine schicken.
Produktionsdaten werden häufig auf Prozessschreibern protokolliert. Noch besser wäre es, die Daten stehen Ihnen digital in Form einer Textdatei zur Verfügung. Um diese anschließend z.B. in Excel grafisch auszuwerten.
Häufig sind Anlagen weit entfernt, so z.B. Wasserpumpwerke. Ein Ausfall des Aggregats wird unter Umständen nicht sofort bemerkt. Anders wenn Sie von Ihrem Pumpwerk eine E-Mail erhalten.
Die Brücke zwischen Produktion und Verwaltung
Fernwartung sowie Ferndiagnose von Maschinen und Anlagen wird heute groß geschrieben. Nicht selbstverständlich ist jedoch die einfache Bedienung mittels Standard-Web-Browser.
Durch die Internet-Technologie in Verbindung mit der Automatisierung ergeben sich weitere Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Nutzen Sie diese neuen Chancen !
Teamwork in der Automatisierung
Herkömmliche Automation basiert auf der Master-Slave Architektur. Das Web@SPS arbeitet im Team! Gleichberechtigt!
Jede Web@SPS ist Client und Server zugleich. Der Client (Gerät A) baut über das TCP/IP Protokoll eine Verbindung zum Server (Gerät B) auf und sendet die Daten. Um sicherzustellen, dass die Daten vom Server empfangen wurden, sendet der Server eine Empfangsquittung an den Client. Damit können zwei oder mehr Web@SPS über Ethernet eine Verbindung eingehen.
Erweiterungen:
Sie benötigen mehr als 16 digitale Ein- oder Ausgänge? Erweiterungen sind mit der Client-Server Echo-Koppelung kein Problem. Mittels dieser Koppelung lässt sich die Web@SPS nahezu beliebig erweitern. Ein weiterer Vorteil ist die verteilte Rechenleistung der Prozessoren.
Verteilte Anlagen:
Ist eine Anlage / Maschine aufgeteilt in Funktionsbereiche, z.B. bei einer Förderanlage in Wegstrecke A, Wegstrecke B, etc, kann mit der Koppelung für jede Wegstrecke ein Web@SPS eingesetzt werden. Tritt ein Defekt in einem Anlagenteil auf, können die restlichen Bereiche ohne Einfluss weiter arbeiten.
Störmeldesystem:
Sind Maschinen / Anlagen in einem Werk in verschiedenen Gebäuden untergebracht, können Störungen über Ethernet zusammengefasst und zentral angezeigt werden.
Über unseren MPI-Connector können auch Störmeldungen aus einer S7 transportiert werden. Sie wollen in Berlin eine Anlage in Rom schalten - bitte schön !